FR (5) und (6) 14.50-16.20 Uhr und 16.40-18.10 Uhr, zweiwöchentlich ab 29.4., Raum WIL/C104, außerdem 14.4., 16.40 bis 20.00. Raum wird noch bekannt gegeben.
Die internationale Politik ist durch ein Geflecht von internationalen Institutionen und Foren gekennzeichnet, in dem der Handlungsspielraum der einzelnen Nationalstaaten zunehmend geringer zu werden scheint. Auf der anderen Seite benötigt die operative Politik zunehmend Empfehlungen und Beratung von außen, um angesichts sich schnell verändernder Herausforderungen informierte Entscheidungen treffen zu können.
Welche Rolle können Beratungseinrichtungen in der deutschen Außenpolitik spielen? Welchen Einfluss können sie ausüben und welche Wege müssen sie beschreiten, welche Kanäle nutzen?
Dies sind spannende Fragen, mit denen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Seminars auseinandersetzen sollen. Das Seminar hat Workshop-Charakter. Die Recherche wird in Kleingruppen (2-3 Teilnehmerinnen und Teilnehmer) organisiert. Die wichtigsten Methoden sind die Medienauswertung (elektronische und Printmedien), Interviews und (wo möglich) teilnehmende Beobachtung. Der Fragenkatalog wird von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern möglichst selbständig erarbeitet. Die Forschungsfragen sollen sich an aktuellen Themen und interessanten Problemstellungen deutscher Außenpolitik orientieren.
Ziel ist die Ausarbeitung eines Policy Papers. Dieses zeichnet sich durch Praxisbezug, Problemorientierung, Aktualität und Zukunftsweisung sowie seinen Beratungscharakter aus. Hingegen wird weder ein extensiver theoretischer Unterbau verlangt noch das Arbeiten nach strengsten "wissenschaftlichen" Kriterien. Allerdings spielen Recherchemethoden eine Rolle und sollen (als Vorstufe und Hilfe zur Erstellung des Policy Papers) in einem Research Design Papier dokumentiert werden.
Angeboten für: Studiengang IB (geschlossene Pflichtveranstaltung IB, 6. Semester).
Einführende Literatur: