Stephan Böckenförde
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Meine ersten politischen Erinnerungen gehen zwar bis auf den Mißtrauensantrag gegen Willy Brandt zurück, aber richtig politisch sozialisiert wurde ich in der Zeit von Helmut Schmidts Kanzlerschaft. Seitdem ist Politik Hobby, Leidenschaft, Beruf(ung) geworden.
Von Anfang an habe ich Theorie und Praxis verbunden. Zu Beginn meines Studiums eher an wirtschaftspolitischen Fragen interessiert, bin ich später auf das Problem innenpolitischer Herrschaft und Gewalt - vor allem Terrorismus in der Demokratie - gestoßen, bevor ich schließlich die Internationalen Beziehungenfür mich entdeckt habe. Anfangs eher von der Frage der Konfliktbeherrschung im internationalen Raum fasziniert, habe ich mich ursprünglich mit der KSZE befaßt, danach mit den Vereinten Nationen. Verbunden mit einem langen Aufenthalt in den USA habe ich "meine Steckenpferde" internationale Politik, Gewalt und Konfliktbeherrschung zusammengebracht und mich ausführlich mit den US-Militärinterventionen seit 1989 beschäftigt, ohne zugleich mein Interesse an der praktischen US-Innen- und -Außenpolitik zu vernachlässigen und um schließlich auch die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik zu meinem zentralen Interessensfeld zu machen.
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